Brainstorming

Methode zur Findung von neuen, ungewöhnlichen Ideen/ Themen in der Gruppe.

Grundlagen

Brainstorming wurde ursprünglich von Alex F. Osborn erfunden und wurde anschließend von Charles Hutchison Clark weiterentwickelt.
Brainstorming kann grundlegend in unterschiedliche Phasen untergliedert werden.

Entwicklungsphase
Der Gesprächsführer bespricht die Leitlinien für die gemeinsame Problembewältigung, den Zweck der Problembewältigungs-Sitzung. Anschließend entwickeln die Teammitglieder eine Liste von Ideen. Die Zielsetzung dabei ist die unzensierte Entwicklung möglichst vieler Ideen.

Klärungsphase
Das Team prüft die Ideenliste um sicherzustellen, dass jeder alle Ideen ausnahmslos versteht.

Beurteilungsphase
Die Beurteilung der Ideen findet gegen Schluss der Problemlösungs-Sitzung statt.

Beim Brainstorming gilt es, wie bei jeder Form der Gruppenarbeit, gewisse Regeln einzuhalten.
Oberstes Gebot ist es, die geäußerten Beiträge keiner Bewertung zu unterziehen, um die Kreativität nicht von Anfang an im Keim zu ersticken. In erster Linie geht beim Brainstorming die Quantität der Ideen vor deren Qualität. Hinzu kommt, dass jedes Teammitglied dazu befähigt werden sollte, seine Ideen frei zu äußern. Das Anhängen an die bereits geäußerten Gedanken der anderen Teammitglieder ist zu jeder Zeit erwünscht. Killerphrasen oder Totschlagargumente sollten in jedem Fall vermieden werden.

Wie viele Methoden, birgt auch das Brainstorming sowohl Vorteile als auch Nachteile:
Zu den Vorteilen zählt zweifelsohne die Findung von innovativen Ideen und ausgefallenen Problemlösungen. Zudem kann auf das Brainstorming zurückgegriffen werden, wen andere Methoden oder Techniken keine weiteren Lösungsansätze bieten. Brainstorming bedarf nur geringer Kosten und ist einfach zu handhaben. Durch die Arbeit in der Gruppe können Synergieeffekte ausgenutzt werden.
Als nachteilig kann die große Abhängigkeit von den Teilnehmern angesehen werden. Zudem besteht durchweg die Gefahr der Abschweifung, was wiederum eine Herausforderung für den Moderator darstell, jederzeit sicherzustellen, dass das eigentliche Ziel/ Problem nicht aus den Augen verloren wird. Darüber hinaus kann sich die Selektion geeigneter Ideen als sehr aufwändig erweisen.

Vorgehensweise

In der Regel wird beim Brainstorming folgendermaßen vorgegangen:

  • Der Moderator fungiert als Gesprächsführer
  • Der Zweck der Problembewältigungs-Sitzung ist klar vorgetragen
  • Jedes Teamitglied erhält der Reihe nach die Gelegenheit, eine Einzelansicht vorzutragen
  • Soweit möglich, bauen die Teamitglieder die Ideen von anderen aus
  • In dieser Entwicklungsphase werden die Ansichten weder kritisiert noch diskutiert
  • Die Ansichten werden an einer Stelle aufgeschrieben, wo sie von allen Teammitgliedern gesehen werden können
  • Dieser Prozess wird fortgeführt, bis keine neuen Ideen mehr entwickelt werden
  • Alle Ideen werden zum Zwecke der Klarstellung beurteilt

Als Ergebnis hieraus sind die Ideen aller Teammitglieder eingeflossen und sortiert.