Ideenmanagement

Generierung, Sammlung und Auswahl geeigneter Verbesserungsvorschläge und Neuerungen.

Grundlagen

Als Teil des Innovationsmanagements befasst sich das Ideenmanagement mit der Generierung, Sammlung, und Auswahl von Verbesserungsvorschlägen und Neuerungen. Dabei sollen der Erfindungsreichtum und die Kreativität aller Mitarbeiter des Unternehmens – also auch der Führungskräfte – zielführend genutzt werden.
Bei der operativen Anwendung des Ideenmanagements kommt in der Regel die Kombination von Betrieblichen Vorschlagswesen (BVW) und Kontinuierlichem Verbesserungsprozess (KVP) zum Einsatz. Im Fokus des Ideenmanagements stehen primär das Reduzieren von Kosten sowie kontinuierliche Qualitätsverbesserungen, um gegenüber der Konkurrenz Wettbewerbsvorteile sichern zu können.

Ideenmanagement-Modelle

Es existieren in der unternehmerischen Praxis unterschiedliche Möglichkeiten das Ideenmanagement im Unternehmen zu etablieren. In der Regel handelt es sich dabei um eines dieser drei Modelle

1. Zentrales Modell:
Beim Zentralen Modell existiert ein zentraler Ansprechpartner – der Ideenmanager – im Unternehmen, der jedoch in den aller seltensten Fällen auch zugleich ein Teil des Managements ist. Darin besteht auch der entscheidende Vorteil dieses Modells: Dadurch, dass die Ideen nicht direkt an Führungskräfte berichtet werden, sondern vielmehr an unabhängige Dritte, werden potenzielle Hemmschwellen bei den Mitarbeitern im Keim erstickt. Nachteilig an diesem Modell erweist sich oftmals die bestehende Gefahr, dass selbst kleine, sofort umsetzbare Verbesserungsvorschläge „institutionalisiert“ werden, da die zentralen Ansprechpartner meist nicht alleine entscheiden können. Darüber hinaus kann es vorkommen, dass die Führungskräfte aufgrund der lediglich  spärlichen Einbeziehung das Ideenmanagement nicht voll und ganz unterstützen.

2. Vorgesetzten-Modell:
Beim Vorgesetzten-Modell werden die Ideen direkt an den Vorgesetzten kommuniziert. Von elementarer Bedeutung bei diesem Modell erweist sich eine offene sowie motivierende Führungskultur. Der Vorteil dieses Modells liegt darin, dass kleinere Ideen ad hoc umgesetzt werden können und sich dadurch erste Fortschritte schnell einstellen. Der Nachteil dieses Modells besteht darin, dass der Erfolg des Ideenmanagements maßgeblich von der Motivation und Führungskultur der Vorgesetzten abhängig ist, wodurch ein hoher Schulungsbedarf bei den Führungskräften entsteht.

3. Hybrides Modell:
Beim Hybriden Modell handelt es sich um eine Kombination aus dem zentralen und dem Vorgesetzen-Modell. Infolgedessen erfolgt die Betreuung, Bewertung sowie Umsetzung der Ideen von Vorgesetzten gemeinsam mit dem Ideenmanager. Als Vorteil des Hybriden Modells steht die flexible Handhabung der Ideen abhängig von deren Tragweite. Zudem kann trotz fachkundiger Betreuung sichergestellt werden, dass der zeitliche Aufwand der Vorgesetzten nicht ausufert. Die Herausforderung bei diesem Modell gründet auf dem zweigliedrigen und dadurch komplexeren Aufbau, welcher eine klare Struktur und Prozessdefinition unabdingbar macht.