Total Quality Management (TQM)

Eine Firmenphilosophie bei der die Qualität die oberste Maxime im Unternehmen darstellt.

Grundlagen

Unter Total Quality Management versteht man eine Führungsmethode, die Unternehmen zu excellenten Ergebnissen befähigt. Die Methode stellt die Menschen als Kunden und als Mitarbeiter in den Mittelpunkt der unternehmerischen Entscheidungen und Handlungen. TQM fordert und unterstützt aktive und engagierte Beteiligung der Mitarbeiter an den notwendigen ständigen Veränderungen und Verbesserungen.

TQM ist ein lang andauernder Veränderungsprozess, der durch gezielte Impulse und geeignete Programme immer wieder angestoßen und unterstützt werden muss. Jedes „Verbesserungsprogramm“ unterscheidet sich von anderen. Durch die geschickte und sachkundige Auswahl von Impulsen wird die notwendige Spannung und Bereitschaft der Menschen zur Veränderung und Verbesserung unterstützt.

Zu den elementaren Prinzipien der TQM-Philosophie zählen:

  • Kundenorientierung des gesamten Unternehmens
  • Einbeziehung aller Mitarbeiter
  • Arbeiten in Prozessen
  • Führen mit Zielen
  • kontinuierliche Verbesserung
  • kontinuierliche Schulung und Weiterbildung
  • interne und externe Kunden-Lieferantenbeziehungen
  • Null-Fehlerprogramme

Als Gründervater des TQM-Gedankens gilt der Amerikaner William Edwards Deming, dessen Thesen jedoch anfänglich nur in Japan die nötige Beachtung geschenkt wurde. Nach erfolgter Weiterentwicklung der Deming’schen Ansätze durch die Japaner schwappte in den 80er Jahren schließlich auch die TQM-Welle in die USA über.
Basierend auf den Qualitätsphilosophien Demings entstanden nach und nach unterschiedliche TQM-Konzepte  beziehungsweise TQM-Modelle, welche Unternehmen einen Handlungsrahmen auf dem Weg zu TQM liefern.

Europa

Anhand des EFQM Modells für Business Excellence wird der EFQM Excellence Award verliehen.
Die Grundlage des EFQM Modells bildet die Total Quality Management Philosophie. Das Modell basiert auf der gleichzeitigen Betrachtung der drei fundamentalen Säulen von TQM und deren Wechselwirkung: Menschen Prozesse und Ergebnisse.
Seit 1992 wird der EFQM Excellence Award jährlich von der European Foundation for Quality Management (EFQM) in Zusammenarbeit mit der European Organization for Quality (EOQ) und der Kommission der Europäischen Gemeinschaft vergeben.
Der Fokus des EEA liegt auf europäischen Unternehmen, die besondere Anstrengungen auf dem Gebiet von Total Quality Management vorzuweisen haben.
Das EFQM Model für Business Excellence setzt sich aus neun Kriterien und 32 Teilkriterien zusammen, welche in Summe eine Gesamtpunktzahl von 1000 Punkten ermöglichen. Bei der Berechnung der Gesamtpunktzahl kommt die Bewertungssystematik RADAR – welche ebenfalls von der EFQM entwickelt wurde – zum Einsatz.

USA

Das amerikanische TQM-Modell gründet auf dem sogenannten Improvement Act von 1987. Im Zuge des Improvement Acts wollte die amerikanische Regierung unter Ronald Reagan die Qualität in amerikanischen Unternehmen durch ein Modell für TQM in den Bereichen Fertigung, Dienstleistung und kleine Unternehmen vorantreiben.
Es basiert somit auf einem Qualitätsmodell, das auf den Ideen von Deming beruht und durch die Befragung von zahlreichen Unternehmen kontinuierlich weiterentwickelt wird.
Benannt wurde der Preis nach dem ehemaligen Handelsminister Malcolm Baldrige, der sich um die Gestaltung und politische Durchsetzung der Auszeichnung verdient gemacht hat.
Der Malcolm Baldrige National Quality Award (MBNQA)wird jährlich durch den Präsidenten der USA unter der Federführung des National Institute of Standards and Technology (NIST) in den USA verliehen. Sieben Haupt- und 20 Einzelkriterien mit expliziten Gewichtungsfaktoren führen in Summe zu einer Gesamtpunktzahl von 1000 Punkten.