Wertstromdesign

Mit Wertstromdesign die Produktionsprozesse optimieren.

Ziel des Wertstromdesigns

Die Wertstromanalyse ist ein Verfahren, bei dem Material- und Informationsflüsse, ausgehend vom Endprodukt bis zum Lieferanten, abgebildet werden. Dabei werden die nicht-wertschöpfenden Tätigkeiten und Prozesse identifiziert.
In einem ersten Schritt wird ein Materialfluss entwickelt, der frei ist von nicht-wertschöpfenden Aktivitäten. Das Wertstromdesign visualisiert die Abläufe und ermöglicht eine effektive Unternehmenskommunikation.
Das Ziel ist eine umfassende Analyse eines Wertstroms, wodurch Potenziale aufgezeigt und Optimierungen ermöglicht werden.

Das Vorgehen

1. Entwickeln eines Konzeptes
Dabei wird der Prozess möglichst mit den vorhandenen Fertigungseinrichtungen geplant, notwendige Daten für Bearbeitungszeiten, Durchlaufzeiten usw. müssen aus Erfahrungswerten geschätzt werden.
Das Hauptaugenmerk liegt nicht in der Entwicklung eines optimierten Fertigungsprozesses sondern in der vollständigen Aufnahme aller notwendigen Arbeitsschritte in einer logischen Reihenfolge.

2. Erarbeiten des Soll-Zustandes
Die Erarbeitung des Soll-Zustandes erfolgt unter Berücksichtigung der Ziele

  • Trennung von wertschöpfenden und nicht-wertschöpfenden Tätigkeiten,
  • Vermeidung von Verschwendung und
  • der Einführung einer Fließfertigung.

Basis für den Soll-Zustand ist der aufgenommene Ist-Zustand. Ein optimaler Soll-Zustand weist eine geringe Durchlaufzeit, geringe Bestände und einen kontinuierlichen Materialfluss und Fertigungsfluss - bei voller Variantenflexibilität - auf.

3. Planen der Umsetzungsaktivitäten
Alle Maßnahmen, die zur Erreichung des Soll-Zustandes benötigt werden, müssen in einem Projektplan festgehalten werden.

Was ist ein Wertstrom?

Unter einem Wertstrom versteht man alle Aktivitäten (sowohl wertschöpfend, als auch nicht-wertschöpfend), die notwendig sind, um ein Produkt durch die Hauptflüsse zu bringen, die für jedes Produkt entscheidend sind: den Fertigungsstrom vom Rohmaterial bis in die Hände des Kunden und den Entwicklungsstrom vom Produktkonzept bis zum Produktionsstart. Eine Wertstromperspektive einzunehmen bedeutet am Gesamtbild zu arbeiten, nicht nur an einzelnen Fertigungsprozessen. Wertstromdesign ist ein Werkzeug, das mit Bleistift und Papier auskommt und das dabei hilft, die Material- und Informationsflüsse zu erkennen, zu verstehen und zu verbessern.
Quelle: Rother, M., Shook, J., SEHEN LERNEN, Lean Management Institut, Aachen 2004, S.3 f.